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10.11.2017 | Ab Februar 2018 gestalten Véronique und Lory Lienhard das Leben im Campo Rasa mit

Neue Bereichsleitung Campo Rasa

"Wir sind leidenschaftlich gerne Gastgeber"

Als Umweltingenieurin und Polymechaniker sind sie vielseitige Praktiker, wie Rasa sie braucht. Beide bringen Erfahrung aus der Hotellerie und eine offene, herzliche Art der Gastfreundschaft mit.

Véronique und Lory, was waren eure Eindrücke bei der ersten Ankunft in Rasa?Abenteuerlich. Schon die Strasse bis nach Verdasio und dann die Fahrt mit der Gondel bis nach Rasa: kaum vorstellbar, dass dies einmal unser Heimweg sein sollte. Das Wetter war an diesem Tag eher bescheiden, kühl, verhangen und regnerisch, so dass sich im ersten Moment die wahre Schönheit dieses Tessiner Dorfes nur erahnen liess. Bei der Ankunft in der Casa  Fonte mischten sich die freudigen Stimmen aus dem Speisesaal mit dem wunderbaren Geruch vom Mittagessen, so dass wir uns rasch wohl fühlten. Die Begegnung mit den Menschen war warm und freundlich, auch von den liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten wurden wir positiv überrascht. Wir spürten schon bald, dass das Campo Rasa eine ganz besondere Bergoase ist. Fern ab von Hektik und Alltag scheint die Zeit dort ihren ganz eigenen Rhythmus zu haben.

Was reizt Euch an einer Berufung ins Campo Rasa?
Wir sind beide leidenschaftlich gerne Gastgeber. Die Idee, an einem solch einzigartigen Ort  Gäste zu empfangen und ihnen einen wunderschönen Aufenthalt zu ermöglichen, lässt unser  Herz höher schlagen. Auch das Wissen, dass wir dort unsere Gaben fürs Reich Gottes  einsetzen können, motiviert uns sehr. Wir freuen uns darauf, die Herausforderungen, die dieser vielfältige Betrieb mit sich bringt, mit dem Mitarbeiterteam gemeinsam zu meistern.

Was erachtet Ihr als besondere Merkmale einer christlichen Gastfreundschaft?
Für uns ist eine christliche Gastfreundschaft in erster Linie persönlich und authentisch. Wichtige Werte für uns sind Liebe, Freundlichkeit, Offenheit und Zeit.

Kochen, planen, Zimmer reinigen, Andachten gestalten, Rezeption betreuen, Kursleitungen unterstützen – eine Aufgabe im Campo ist vielfältig aber auch anspruchsvoll. Wieso nicht ein 08-15-Job mit grösserem Gehalt?
Das ist gar nicht so einfach, das in Worte zu fassen. Aber das ist gerade das Besondere bei einer Berufung: die tiefe Gewissheit, dass es richtig ist und unserem Herzenswunsch entspricht. Gerade dieser nicht 0815-Job fordert uns heraus, unsere Grenzen zu erweitern und neue Glaubens- und Vertrauensschritte zu wagen.

Habt Ihr schon Ideen oder Vorsätze, wie Ihr von Rasa aus ein eigenes soziales Netz spannt?
Nein, noch haben wir keine konkreten Vorstellungen. Im Moment steht das Italienisch Lernen im Vordergrund. Sicher wäre es schön, in einem Verein mitzumachen oder in eine christliche Gemeinde zu gehen. Wir möchten aber zuerst das Alltagsleben im Campo und seiner  Umgebung kennenlernen und danach entscheiden.


Umgebungspflege und Tierhaltung spielten in der Vergangenheit eine wichtige Rolle im Campo Rasa. Wie soll es in dieser Hinsicht weitergehen?
Die Verantwortung, die das Campo für die Pflege und den Erhalt der Kulturlandschaft in und um Rasa trägt, ist uns bei den Vorbereitungen für die Bewerbung rasch aufgefallen. Wir finden das eine gute Sache und möchten uns dafür einsetzen, dass Rasa auch weiterhin ein gepflegter Ort ist: ein lebendiges Tessiner Dorf, wo Einwohner, Gäste und Wanderer sich wohl fühlen. Der  Verwaldung im Rahmen unseren Möglichkeiten entgegenzuwirken liegt uns auch am Herzen. Gerade die Tierhaltung spielt in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle. Für mich, Véronique, ein wunderbares Geschenk, denn Tiere haben schon immer eine grosse Rolle in meinem Leben gespielt. Insbesondere die Ziegen haben es mir angetan. Ein persönlicher Traum wäre es, diese Begeisterung zu teilen und die Tiere nicht nur für die Landschaftspflege einzusetzen sondern sie so einzubinden, dass die Gäste von Casa Moscia und Campo Rasa aktiv davon profitieren können.

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